unsere Rundreise 2001 - Ostküste |
Mittwoch, 8. September 2010 |
| Ayers Rock und Olgas - zwei heilige Stätten als Touristenattraktion | |||||||||
![]() Die Olgas bestehen aus 36 Steinkuppen und sind unserer Meinung nach eine interessantere Felsformation, als die des Ayers Rock. Auch hat es viel mehr Grün auf und rund um den Felsen.Leider erweist sich der geplante Besuch der Olgas als ein Auf-der-Flucht-Ausflug. Nach der halbstündigen Wanderung, in ziemlich schnellem Tempo, befinden wir uns schlussendlich zwischen zwei Felsdomen. Rechts und links von uns ragen zwei steile rote, fast glatte Felswände in den Abendhimmel. Sieht man daran hoch, entdeckt man ein paar wenige Höhlen, die von unserer Reiseleiterin liebevoll "Löcher eines Schweizer Emmentalerkäse" bezeichnet werden. Von weitem sehen die Olgas für uns aber viel impossanter aus. Kaum zurück vom Olgas-Ausflug geht es mit dem Stressprogramm für Touristen weiter: Ein Galadiner unter freiem Himmel ist heute auch noch angesagt. Vor unserer Hotelanlage erwarten uns zwei doppelstöckige Reisebusse, beinahe voll mit Leuten von anderen Reisegruppen. Wir fahren etwa 10 Minuten in die Wüste hinein und halten auf einer Sanddüne, ziemlich in der Mitte vom Ayers Rock und den Olgas.Die Sonne ist am Untergehen und wir erleben wirklich ein beinahe kitschiges Wolken-Himmelfarbenspiel in roten, gelben, violetten und blauen Tönen. Die beiden Gebirgen verschwinden immer mehr in der Dunkelheit. Ein Angestellter unseres Reiseveranstalters spielt, während wir Sekt oder Mineralwasser trinken, das Instrument Didjeridoo. Nach dieser Vorführung geht es an die weissgedeckten Tische und die Suppe wird serviert. Nach der Suppe vergeht eine geraume Zeit, bis wir am Buffet den Hauptgang holen dürfen. Es gibt Huhn, Känguruh, Emu, Schwein oder Fisch und als Beilage Reis, Gratin und Gemüse. Das Beste ist aber: Man darf kein zweites Mal ans Buffet! Trinken darf man dafür soviel man mag. Nach dem Dessert, ebenfalls vom Buffet, werden die Tische schnell abgeräumt, denn es folgt gleich eine weitere Vorführung. Alle Kerzen auf den Tischen werden gelöscht und wir sehen einen beinahe wolkenfreien Sternenhimmel. Wir erhalten einen halbstündigen Vortrag in Sternenkunde. So wie wir in Europa den Polarstern sehen, sieht man in Australien das "Kreuz des Südens", nach dem man sich orientieren kann. Es ist beinahe 23 Uhr, als wir uns wieder auf den Rückweg zum Hotel machen. Ein für uns sehr langer und hektischer Tag geht zu Ende. Am nächsten Morgen heisst es um 4.15 Uhr aufstehen: Der Sonnenaufgang am Ayers Rock ist eine sehr begehrte Touristenattraktion und dementsprechend sind auch heute wieder hunderte von Reisenden unterwegs. Wir erfahren, dass ein so tiefroter Monolith, wie auf Postkarten abgebildet, eine grosse Seltenheit ist. Leider werden wir viel zu nahe an den Berg gefahren, so dass wir keine Vollaufnahme vom Uluru machen können. Peter kann zum Glück auf ein Wagendach von einer anderen Schweizer Reisegruppe hinauf und es gelingt ihm, einen schönen Filmschwenk vom Ayers Rock bei wolkenfreiem Himmel einzufangen. Nach den Schnappschüssen steht für einige von uns eine 9,4 Kilometer-Wanderung rund um den Ayers Rock. Wir persönlich geniessen in Kürze einen Helikopterrundflug über diese beiden "Berühmheiten" und dieses Erlebnis zahlt sich trotz engem Zeitplan wirklich aus. Nach Rückkehr vom Helikopterrundflug steigen wir wieder in unseren Bus und holen unsere Mitreisenden von ihrer Wanderung ab. Vor dem Weiterflug nach Cairns steht noch ein Besuch im Aborigines Infocenter an. Bei dieser Ausstellung erfahren wir wieder etwas mehr über die jahrtausend alte Kultur und Glaubensrichtung der Aborigines. Nun wird es aber Zeit für den Abflug. Der Flughafen von Yulara ist noch nicht ganz ausgebaut und es können hier nur kleinere Maschinen landen. Dafür sind noch alle Starts pünktlich.
optimiert für DSL/LAN/Hispeed ab 256 KB/s.
|
mehr erleben! ![]() Videoclips weiter nach Cairns externe Links ![]() |
||||||||
Copyright © 1999-2010 PGReusser.ch |
|||||||||
| 5 User online 1591860 |
Es gibt Theaterstücke, die nur deshalb nicht ausgepfiffen werden, weil niemand zugleich pfeifen und gähnen kann. (Marcello Mastroiani) | ||||||||